Familie Gaby und Sepp Manser-Neff
9057 Weissbad
Telefon G 071 799 11 28
Telefon P 071 799 15 78
info@meglisalp.ch
1520 m ü. M.
Von Mitte Mai bis Ende Oktober geöffnet.
Die Meglisalp wurde nachweislich im Jahre 1071 im Stiftsbrief vom Abt in St.Gallen das erste Mal erwähnt. Schon anno dazumal wurde die Steuer «von einem Zehnten» eingezogen, was beweist, dass die Alp bereits zu jener Zeit landwirtschaftlich genutzt wurde. Der Zugang erfolgte von Brülisau her über den Bötzel.
Im Jahre 1861 baute Josef Anton Dörig «Mattebueb» das erste kleine Gasthaus auf der Meglisalp, begann offiziell mit dem Wirten und löste eines der ersten Wirtepatente im Alpstein.
Bereits im Jahre 1862 verkaufte er das Gasthaus an seinen Vetter Josef Anton Dörig «Hansuechlissebedoni». Dieser hatte bereits 1850, im Alter von 16 Jahren, die bescheidene Schutzhütte auf dem Säntis erworben. 1861 heiratete Josef Anton die fünf Jahre jüngere Maria Magdalena Weishaupt, welche von da an die Wirtin auf der Meglisalp war, während ihr Mann auf dem Säntis weilte und dort für Umsatz sorgte.
In den Jahren 1897/1898 erstellte mein Ur-Urgrossvater das heutige Gasthaus in der Grösse, wie es sich Ihnen nun präsentiert. Für die damalige Zeit ein grosses Unterfangen, zumal das ganze Material für das Gasthaus von «Trägern» ab Wasserauen über den Schrennenweg getragen wurde. Die schwerste Last, die «Strussbodi», welche ein Mann alleine getragen hat, betrug 128 kg.
In den Jahren 1903/1904 wurde die Kapelle «Maria zum Schnee» erbaut und der Heiligen Mutter geweiht. Ein «gewachsener Bergkristall» wie die Kapelle auch ab und zu genannt wird.
Mein Urgrossvater Johann Josef Dörig «Sebedonishanisef» übernahm 1910 das Gasthaus und führte es umsichtig bis zum Jahr 1949. Unter seiner Gide wurden die Wanderwege rund um Meglisalp enorm ausgebaut.
Im Frühjahr 1950 übergab er den Betrieb an meinen Grossvater Johann Josef Dörig «Sebedonissef» und seine Frau Emilia Dörig «Mattlismile». Eine direkte Nachfahrin vom Erbauer des ersten Gasthauses dem «Mattebueb». Meine Grosseltern bauten und sanierten ständig an ihrer Meglisalp. So entstand 1952 die erste Transportbahn ab Seealp, in den 1950er Jahren wurden die Heulager im Haus durch Matratzenlager ersetzt. 1962 wurde der erste grössere Umbau seit der Entstehung getätigt. Die Küche und das Restaurant wurden den damaligen Bedürfnissen angepasst. Um ca. 1955 wurde die Stromversorgung erneuert, mit einer für damalige Verhältnisse leistungsfähigen Wasserturbine und einem Dieselgenerator.
1971 bis 1989 führten meine Eltern Johann und Emilia Manser-Dörig den Betrieb. Leider konnten sie den Betrieb von meinem Grossvater nie käuflich erwerben. In der Folge wurden dringend notwendige Sanierungen aufgeschoben. Sie waren aber stets darauf bedacht, die Gäste zu verwöhnen und das Berggasthaus Meglisalp weit über die Kantons- und Landesgrenze hinaus bekannt zu machen.
1989 durfte ich zusammen mit meiner Frau Gaby den Betrieb von meinen Eltern übernehmen und gleichzeitig die Meglisalp von meinem Grossvater käuflich erwerben. Seither ist es uns eine angenehme Pflicht, unsere Gäste nach bestem Wissen zu bedienen. Aus diesem Grund realisierten wir verschiedenste dringende Sanierungen und erleichternde Neuanschaffungen: Bereits im ersten Herbst wurden sämtliche Fenster ab dem 1. Stock ausgewechselt.
Der Neubau für die Stromversorgung wurde 1990 erstellt und mit zwei grossen Dieselgeneratoranlagen bestückt. Das Warmwasser wurde nun von der Abwärme der Dieselmotoren gewonnen. Für den Nachtstrom war eine Wasserturbine verantwortlich. Das Stromnetz, welches bis anhin mit 34V und 68V funktionierte, wurde umgebaut auf heute übliche Spannungen.
Im Winter 1994/1995 folgte der grosse Um- und Erweiterungsbau. Das ganze Haus wurde unterkellert und mit sanitären Einrichtungen sowie Lager- und Kellerräumen versehen. Das Restaurant und die Küche wurden komplett erneuert. Ca. 400 Kubikmeter Aushub wurde unter dem Haus heraus geholt.
1999 erstellte die Alpgenossenschaft eine neue Transportbahn. Diese wird seitdem als Flurgenossenschaft betrieben.
2003 bis 2005 realisierten wir die Stromversorgung vom Tal her. Gleichzeitig wurde zusammen mit dem Bezirk Schwende und dem Kanton Appenzell Innerrhoden die Abwasserleitung zur Seealp gebaut. Nicht nur eine grosse und äusserst interessante Arbeit, auch ein enormer finanzieller Aufwand für uns.
Als nächstes lag uns die Qualität des Trinkwassers am Herzen. Wir liessen einen Mehrschichtfilter, einen Feinfilter und zu guter Letzt noch eine UV-Entkeimungsanlage installieren. So können wir heute getrost auf eine einwandfreie Trinkwasserqualität vertrauen.