Familie Gaby und Sepp Manser-Neff
9057 Weissbad
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1520 m.ü.M
Seit dem 11. Mai ist unser Haus für alle Alpstein
Gäste wieder geöffnet.
Die Meglisalp wurde nachweislich im Jahre 1071 im Stiftungsbrief der Kirche Appenzell erstmals erwähnt. Schon anno dazumal wurde die Steuer «von einem Zehnten»“ eingezogen, was beweist, dass die Alp bereits landwirtschaftlich genutzt wurde.
Im Jahre 1861 baute Josef Anton Dörig «Mattebueb» das erste kleine Gasthaus auf der Meglisalp und begann offiziell mit dem Wirten.
Bereits im Jahre 1862 verkaufte er das Gasthaus an seinen Vetter Josef Anton Dörig «Hansuechlissebedoni». Dieser wiederum hatte im Alter von 16 Jahren, im Jahre 1850, die bescheidene Schutzhütte auf dem Säntis erworben.
1861 heiratete Josef Anton die fünf Jahre jüngere Maria Magdalena Weishaupt, welche nun vor allem zum Gasthaus Meglisalp schaute, währenddem ihr Mann auf dem Säntis weilte und dort für Umsatz sorgte.
In den Jahren 1897/98 erstellte unser Ur-Urgrossvater das heutige Gasthaus in der Grösse, wie es sich Ihnen nun präsentiert. Für die damalige Zeit ein grosses Unterfangen, zumal das ganze Material für das Gasthaus von «Trägern» ab Wasserauen über den Schrennenweg getragen wurde. Die schwerste Last (Strussbodi), die ein einziger Mann getragen hat, betrug 128 kg.
In den Jahren 1903/04 wurde die Kapelle «Maria zum Schnee» erbaut und der Heiligen Mutter geweiht. Ein «gewachsener Bergkristall» wie die Kapelle auch ab und zu genannt wird.
Johann Josef Dörig «Sebedonishanisef» übernahm 1910 das Gasthaus und führte es umsichtig bis zum Jahre 1949.
Im Frühjahr 1950 übergab der den Betrieb an unseren Grossvater Johann Josef Dörig «Sebedonissef» und seine Frau Emilia Dörig «Mattlismile». Unsere Grosseltern bauten ständig an ihrer Meglisalp. So entstand 1952 die erste Transportbahn, in den 1950er Jahren wurden die Heulager im Haus mit Matratzenlagern ersetzt. 1962 war der erste grössere Umbau seit der Entstehung fällig. Die Küche und das Restaurant wurden den damaligen Bedürfnissen angepasst. Um ca. 1955 wurde die Stromversorgung mit Wasserturbine und einem Dieselgenerator erneuert.
1971 bis 1989 führten meine Eltern Johann & Emilia Manser-Dörig den Betrieb. Sie waren stets darauf bedacht, die Gäste zu verwöhnen und den Namen Berggasthaus Meglisalp weit über die Kantons- und Landesgrenze hinaus bekannt zu machen.
1989 durften wir den Betrieb von meinen Eltern übernehmen.
Seither ist es uns eine angenehme Pflicht, unsere Gäste nach bestem Wissen zu bedienen. Aus diesem Grund realisierten wir verschiedenste Projekte und Neuanschaffungen:
1990 wurde ein Neubau für die Stromversorgung erstellt und mit zwei grossen Dieselgeneratoranlagen bestückt. Das Warmwasser wurde von der Abwärme gewonnen. Für den Nachtstrom war eine Wasserturbine verantwortlich.
Im Winter 1994/95 folgte der grosse Um- und Erweiterungsbau. Das ganze Haus wurde unterkellert und mit sanitären Einrichtungen sowie Lager- und Kellerräumen bestückt. Das Restaurant und die Küche wurden komplett erneuert.
1999 wurde die Transportbahn zusammen mit den Alprechtsbesitzern neu erstellt und wird seitdem als Flurgenossenschaft betrieben.
2003 - 2005 realisierte man die Abwasserleitung zur Seealp und die Stromversorgung vom Tal her. Nicht nur eine grosse und äusserst interessante Arbeit, auch ein enormer finanzieller Aufwand für uns.
Wir verlangen für unser aufbereitetes Quellwasser einen Unkostenbeitrag. Diesen verwenden wir für die Infrastruktur von Quellfassung, Mehrschichtsandfilter und die Entkeimungsanlage, welche wir neu installiert haben, um die Trinkwasserqualität zu steigern.